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Funky Summer Berlin

Longboard Basics

Was ist Longboarden? Welches Board passt zu dir? Zwei alte Funky-Summer-Seiten, neu zusammengebaut als kompakte Übersicht: Geschichte, Hardware, Achsen, Rollen, Kugellager und die Frage, was du mit dem Board eigentlich machen willst.

LONGBOARDEN • VERSTEHEN • AUSPROBIEREN

Was ist Longboarden?

Zuerst einmal muss man etwas in der Zeit zurückgehen.

1963 war Skateboarden der letzte Schrei. Die Popularität des Sports war auf ihrem Höhepunkt, und Unternehmen wie Jack, Hobie und Makaha begannen Wettkämpfe zu veranstalten – in den Disziplinen Downhill, Slalom und Freestyle.

Anfang 1970 brachte Cadillac die ersten Polyurethane-Rollen auf den Markt. Zuvor war man auf Keramik- oder Stahlrollen gefahren. Mit mehr Grip wurden Manöver möglich, die vorher kaum denkbar waren.

Seit dieser Zeit gehen Skateboarden und Longboarden quasi Hand in Hand. Decks, Achsen, Rollen und Kugellager entwickelten sich stark weiter. Dazu kamen eigene Disziplinen wie Dancen, Freeriden, Long Distance Pumping und Downhill.

Longboards sind auch Skateboards – eben einfach nur länger. Der größte Unterschied liegt bei Achsen, Rollen und Shapes.

Was willst du fahren?

Wer mit dem Longboarden beginnt, kann zwischen vielen Komponenten und Decks wählen. Die erste Frage ist deshalb nicht: „Welches Board ist das beste?“ Sondern: Was willst du damit machen?

01

Cruisen

Entspannt fahren, Kurven ziehen, Stadt und Wege rollen.

02

Freeride

Kontrolliert sliden, Geschwindigkeit abbauen, spielerisch fahren.

03

Dancing

Footwork und Bewegungen auf einem längeren Deck.

04

Downhill

Schnell fahren – mit entsprechendem Setup und Erfahrung.

Welches Longboard?

Neben einem Helm ist bei einem Longboard nicht nur das Deck wichtig. Vor allem Achsen und Rollen sollten zum Körpergewicht und zum Fahrstil passen.

D

Deck

Topmount oder Dropthrough. Lang, kurz, hart, weich, hoch oder tief – ausprobieren ist wichtiger als eine Pauschalempfehlung.

A

Achsen

Beim Longboarden werden typischerweise Reverse-Kingpin-Achsen verwendet.

R

Rollen

Für unterschiedliche Styles gibt es unterschiedliche Setups, Härten und Rollenformen.

L

Lager

Built-in-Lager oder einzelne Lager mit Spacer – zwei verbreitete Varianten.

Kleine Menschen fahren nicht automatisch kurze Boards und große Menschen nicht automatisch lange. Die passende Länge muss man erfahren.

Achsen

Einige Beispiele aus der damaligen Funky-Summer-Beratung:

Paris Trucks
50° für Carver und Cruiser, außerdem Varianten für Freeride und Downhill.
Bear Trucks
Wendig und in unterschiedlichen Winkeln fahrbar.
Bolzen Trucks
Deutsche Achse, damals in 50° und 45° angeboten.
Caliber Trucks
Stabil gebaut und auch für schwerere Fahrer geeignet.
Kahalani Trucks
Sauber verarbeitet und als vielseitige 50°-Achse beschrieben.
Arsenal Trucks
Mit doppelten Barrel Bushings und stärkerem Lean.

Rollen & Lager

ABEC11
Grip, Freeride und Sliderollen – eine der prägenden Marken der damaligen Szene.
Bolzen Rollen
Für Carven, Cruisen, Sliden und Downhill.
Cult Wheels
Grip- und Sliderollen aus England.
Hawgs Wheels
Kanadischer Hersteller mit breitem Einsatzbereich.
Orangatang
Viel Grip und Freeride-orientierte Rollen.
Tunnel Wheels
Alter Hersteller mit Carver- und Cruiser-Rollen.
ABEC11 BuiltIn – Built-in-Lager als Referenz der damaligen Szene.
Bolzen High Performance 6 Ball – schnelles Lager aus deutscher Produktion.
Sunrise / Sunrice BuiltIn – robuste Lager mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Seismic Tekton – im damaligen Text mit Daniel Gesmer und Speed-Setup verbunden.

Beratung statt Blindkauf

Die Grundidee bei Funky Summer war simpel: Einsteiger sollten möglichst viel probieren und Unterschiede selbst erfahren.

Im Laden standen damals zahlreiche Testboards zur Verfügung. Der Vergleich zwischen günstigen Komplettboards und individuell aufgebauten Longboards sollte nicht nur erklärt, sondern gefahren werden.

Bei Longboards ist es wie bei Schuhen: Vor dem Kauf muss man probieren.

Und heute?

Die alte Funky-Summer-Seite ging noch einen Schritt weiter und beschäftigte sich bereits mit Elektroantrieben. X1, X2 und X3 Funky Drive wurden damals als nachrüstbare Antriebe für Skate- und Longboards beschrieben.

Diese Seite ist heute ein Archiv der damaligen Longboard-Zeit: Wissen, Haltung und ein Stück Berliner Szene.

Funky Summer

Longboard Berlin. Beratung, Testboards, Technik und jede Menge Asphalt. Diese Seite bewahrt einen Teil davon.